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No More Extra Ball!
Traurig aber wahr - Leute wie ich gehören zu einer aussterbenen Spezies - den Flipperspielern.
Schon seit 1999 kaum noch hergestellt, ist der Pinball bzw. Flipper fast gänzlich aus den Berliner Kneipen verbannt worden.
Ersetzt - wenn überhaupt - durch Geldspiel- und Dartautomaten, muss ich mich wohl oder übel endgültig damit abfinden, dass dieses Spiel anscheinend nicht mehr zeitgemäß ist.
Was bleibt, sind wehmütige Erinnerungen an das erste Spiel im Keller der Eltern eines Kumpels und die spätere Begeisterung bei Bier und Zigaretten sein Geld in einem dieser faszinierendsten aller Elektronikspiele zu lassen.
Die Jagd nach dem High-Score war uns damals so einige Mark wert. Flippern konnte man in drei Phasen aufteilen:
1. Kennenlernen
Die ersten Münzen waren immer schnell weg. Die immer komplexeren Funktionen, der Aufstellwinkel, die Hintergrundstory - alles musste zunächst ausprobiert werden.
2. Austesten
Nachdem man das Grundprinzip verstanden hatte, mussten Rollverhalten der Kugel beim "Rampen- und Zielschuss" und das Abarbeiten der "Aufgaben" bis hin zum Multiball erkannt und das Flippern automatisiert werden. Jeder Schuss sollte ja ein Treffer sein.
3. High-Score Jagd
Alles erlernt - konnte die Jagd nun beginnen und der Geldeinsatz war von nun an minimal. Und jedes Mal gab es die geballte Faust, wenn die Freispiele nur so "knackten".
Später als die Flipper-Evolution schon weit fortgeschritten war, die Punktezahlen auf der mittlerweile digitalen Anzeige in geradezu inflationäre Höhen getrieben worden waren, erhielten die Automaten auch Stimmen. Die eigentlich letzte wirklich sinnvolle Ergänzung - denn der Flipper sprach nun zu einem.
Was mit der "erotischen" Stimme von Fahrgast Lola beim legendären "Taxi"-Flipper begann, erlebte u.a. mit "Q - What are you doing here?" von TNGs Captain Picard Stimme seinen Höhepunkt.
Aber nun heißt es - No More Extra Ball.
Ich werde damit Leben müssen. [br] August 2001
Flippern von zu Hause:
Es geht auch ohne Kneipe: 100 Flipperspiele als Vollversion.
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